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Grüner Tisch

Was reizt Menschen daran, ihr sauer verdientes Geld bei einem “Spiel” zu riskieren? Ist es vielleicht das Gefühl, bei einem Gewinn “Recht gehabt zu haben”, “besser gewesen zu sein als die anderen” oder einfach nur Gier? Ich glaube prinzipiell, je öfter man (schon einmal) verloren hat, umso mehr sehnt man sich nach einem bzw. dem nächsten Gewinn – ob erst oder schon an diesem Punkt die Spielsucht anfängt, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn aber noch der Gedanke des zwanghaften “Zurückgewinnens” mit ins Spiel kommt – dann ist diese Grenze sicherlich überschritten.

Für mich ist Glücksspiel in jedem Fall mit der gebotenen Vorsicht und vor Allem in Maßen zu genießen – denn es kann eine wirklich heimtückische Droge sein, die die meisten wenn überhaupt dann nur versuchen in den Griff zu bekommen, wenn bereits alles eigentlich fast schon “zu spät” ist: Pathologisches Spielen

Beispiele für existenzbedrohendes oder sogar -ruinierendes Glücksspiel kenne ich auch aus meinem näheren Umfeld unzählige. Nachfolgend seien nur ein paar herausragende Persönlichkeiten genannt, die bekannterweise ihre Zeit in zumindest nicht geringem Maß mit Glücksspielen vetrieben haben:
Wolfgang Amadeus Mozart, Fjodor Michailowitsch Dostojewski, Gebhard Leberecht von Blücher,  Sir Isaac Newton, Giacomo Girolamo Casanova, Graf Lew Nikolajewitsch Tolstoi,…usw.

OnVista Bank - Die neue Tradingfreiheit

Spielbanken sind in Deutschland Sache der einzelnen Bundesländer – es existiert demnach  für jedes Bundesland ein eigenes Spielbank-Gesetz.

Wie beim deutschen Galopprennsport und den in diesem Rahmen veranstalteten Totalisatorwetten als Grundgedanke die Förderung der Landespferdezucht im Vordergrund steht, ist in dem Spielbankgesetz eines jeden deutschen Bundeslandes unverändert der folgende Passus zu finden: Der Spielbankunternehmer ist verpflichtet, an das Land eine Spielbankabgabe zu entrichten. Die Spielbankabgabe ist nach Maßgabe des Haushaltsplans für öffentliche oder gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
So wandert regelmäßig der größte Teil der Einnahmen der deutschen Spielbanken in meines Erachtens förderungswürdige Projekte – die Einnahmen der baden-württembergischen Spielbanken werden bspw. zu ca. 80 % an den Landeshaushalt abgeführt und dort für die Erhaltung und Förderung von Kulturdenkmälern sowie für andere gemeinnützige Zwecke verwendet.

Für mich war und ist es stets ein Ereignis,  ein Casino zu besuchen – die Atmosphäre in mich aufzusaugen und das besondere Flair zu spüren. Blinkende und piepsende Automaten sind einfach nicht meine Welt; Französisches Roulette ist unzweifelhaft das klassische Casinospiel, jedoch ist mein Favorit schon immer Blackjack.

Am zuträglichsten für einen schönen Abend in der Spielbank ist meines Erachtens die Strategie, sich feste Grenzen zu setzen, die man unter allen Umständen (!) auch einhält: man wechselt nur einmal zu Anfangs einen Geldbetrag, den man auch bereit ist zu verlieren ohne dass es einen schmerzt (sonst ist vielleicht der ganze Abend verdorben). Gleichwohl setzt man sich ein Ziel, das man versucht zu erreichen – zum Beispiel, den gewechselten Betrag zu verdoppeln. Hat man dann irgendwann entweder keine Lust mehr, sein Spielgeld verloren oder gar sein Ziel erreicht, hört man sofort auf zu spielen, setzt sich an die Bar oder in den Restaurantbereich und genießt das einmalige Ambiente.

Das Essen in Casinos mag zugegeben manchmal recht teuer sein – jedoch stimmt dafür die Qualität in der Regel und in Anbetracht, dass man dort auch innerhalb von wenigen Augenblicken einen beliebig hohen Geldbetrag verlieren kann, gönne ich mir lieber ab und an ein wirklich tolles Essen, als verzweifelt mein Geld “zurückgewinnen” oder gar auf einen Schlag reich werden zu wollen.


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