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Wieso Pferdewetten?

Pferderennen und Pferdewetten

Galopprennen sind eine Form der in der Bundesrepublik gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsprüfungen im Rahmen der Pferdezucht. Der Galopprennsport besitzt in Deutschland eine lange Tradition – die älteste deutsche Galopprennbahn befindet sich in Bad Doberan und wurde bereits 1822 gegründet. Eine ausführliche Auflistung der deutschen Galopprennbahnen ist bspw. auf der Seite des “Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V.”, dem Dachverband des deutschen Galopprennsports für englisches Vollblut, zu finden – oder in übersichtlicher Kartenform einfach hier.

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Neben einer Freizeitgestaltung im Grünen für die ganze Familie in einzigartiger Atmosphäre bietet eine Galopprennbahn ihren Besuchern anders als bei anderen Sportarten seit je her die Möglichkeit, sich persönlich über die Abgabe einer Wette unmittelbar am Geschehen zu beteiligen.
Der Unterhalt der deutschen Galopprennbahnen und die Galopprennen selbst werden von den Betreibern neben Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Gastronomie, Sponsoring,…etc. zum größten Teil aus der Veranstaltung von sogenannten “Totalisatorwetten” finanziert – und dies steht wohl auch nicht dem Willen des deutschen Gesetzgebers entgegen:
Laut § 2 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 der Auführungsbestimmungen zum Rennwett- und Lotteriesteuergesetz darf zum Betrieb eines Totalisators nur ein Renn- oder Pferdezuchtverein zugelassen werden, aus dessen Vereinssatzung sich ergibt, daß der ausschließliche Zweck des Vereins die Förderung der Landespferdezucht unter anderem durch Veranstaltung von Leistungsprüfungen für Pferde ist. Die Vorstandsmitglieder und sonstigen leitenden Persönlichkeiten des Vereins müssen die Sicherheit bieten, daß der Zweck des Vereins verwirklicht wird.
Bei Totalisatorwetten werden alle Wetteinsätze zunächst zusammengezählt und dann hiervon ein fester Prozentsatz, der von Rennbahn zu Rennbahn variieren kann, als quasi Gebühr abgezogen. Der sich so ergebende Restbetrag wird dann quotiell auf die gewonnenen Wetten verteilt – die Quote verändert sich also laufend mit jeder neu abgegebenen Wette.
Dies ist ein grundlegender Unterschied zu Buchmacherwetten, bei denen man entweder schon bei Abgabe der Wette eine feste Quote, einen sogenannten “Festkurs”, für den Gewinnfall zugesichert bekommt oder der Buchmacher die Wette zum Totalisator-Kurs auf der jeweiligen Rennbahn, jedoch auf eigene Rechnung hält – in beiden Fällen fließt der entsprechende Wetteinsatz jedenfalls nicht in den Totalisator und damit auch nicht an den eigentlichen Veranstalter.
Gleichwohl vermitteln deutsche Pferdebuchmacher in der Regel auch Totalisatorwetten in Auftrag der jeweiligen Rennvereine an ihre Kunden – sogenannte “Bahnwetten”.


 

Weswegen der Galopprennsport heutzutage in Deutschland noch eine Daseinsberechtigung besitzt, mag jeder letztendlich für sich selbst entscheiden – Fakt ist jedoch, dass neben persönlichem und hochwertigem Freizeitvergnügen, allgemeiner Belustigung und etwaigen finanziellen Interessen die Förderung der deutschen Landespferdezucht im Vordergrund steht und dass der Betrieb der deutschen Galopprennbahnen ohne Pferdewetten wohl gar nicht oder zumindest nicht in der derzeitigen Form und Qualität möglich wäre.


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